Du entscheidest

was zu dir passt und Platz in deinem Leben bekommt.

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Naturschutz - Das kann jeder!

Pflanzen reinigen die Luft und schützen unsere Böden. Nahrung, Baumaterial und Medizin können aus Pflanzen und Bäumen hergestellt werden. Insekten bestäuben die Pflanzen, so dass sie tragen können. Die Vielfalt ist riesig. Der Boden und verschiedene Gesteine dienen uns als Filtersystem für unser Trinkwasser. Bäume spenden uns Schatten an heißen Sommertagen. In sauberen Seen können wir an diesen heißen Tagen baden gehen.


Wie oft gehst du durch die Natur und bestaunst ihre Unberührtheit? Vielleicht nicht mehr so oft, da es gar nicht mehr so viele unberührte Fleckchen auf der Erde gibt. Gerade um Städte herum sind viele Orte bereits als Ausflugsziele für die Städter bekannt. Es werden Wege gebaut. An den Wegen stehen Bänke und Mülltonnen. Die Stadt wird diese Wege abfahren um diese Mülltonnen zu leeren. In kürzester Zeit entwickelt sich die Natur zu einer Art künstlicher Natur. Denn die Tiere werden weichen. Sie werden sich mehr und mehr zurückziehen. Der Waldweg entwickelt sich zu einer Reiseroute, auf der immer etwas los ist. Nur Natur eben nicht mehr.





Dabei ist jede Tier- und Pflanzenart so wertvoll und wichtig. Und hier meine ich alle Arten, egal ob sie hübsch sind oder hässlich, weich und flauschig oder stachelig, sie sind alle wertvoll auf ihre ganz individuelle Art. Je mehr verschiedene Tier- und Pflanzenarten auf der Erde leben, desto besser funktioniert das Zusammenleben zwischen ihnen und desto besser kann die Natur ihre Aufgaben erfüllen. Deshalb ist es das wichtigste Ziel des Naturschutzes, die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten, die biologische Vielfalt, zu erhalten oder wieder herzustellen.


Auch in Deutschland sind viele Tier- und Pflanzenarten bereits selten geworden. Gründe dafür gibt es viele: Die Landwirtschaft und der Bau von Straßen und Siedlungen. Dadurch sind ihre Lebensräume geschrumpft oder ganz verschwunden. Einige Arten vertragen den Klimawandel nicht, andere haben Probleme sich gegen eingewanderte Tier- und Pflanzenarten aus anderen Erdteilen durchzusetzen. Natur- und Artenschutz dienen dazu, seltenen Tieren und Pflanzen zu helfen und ihre Lebensbedingungen zu verbessern, damit sie sich wieder vermehren können.


Was können wir tun? Jeder einzelne von uns! Jeden Tag!


Wir können Bäume pflanzen

Jeder kann Bäume pflanzen. Dies könnte sowohl ein Schulprojekt als auch ein privater Beitrag eines jeden Einzelnen von uns sein. Warum also nicht selbst Bäume pflanzen? Jeder Baum ist ein wichtiger Beitrag gegen das weltweite Waldsterben und hält die Luft sauber. Eine ausgewachsene Eiche kann im Schnitt den täglichen Sauerstoffbedarf von etwa 10 bis 20 Menschen abdecken. Ein paar Regeln sind beim Pflanzen allerdings zu beachten. Welche genau, erfährst du hier.


Kompostieren

Essensreste, Teebeutel, abgestorbene Pflanzenteile, dieser Müll landet bei den meisten Menschen im Bioabfall. Viele haben aber auch bereits einen Komposthaufen in ihrem Garten angelegt. Damit stellen sie wertvollen Humus her und bieten Würmern, Larven und Käfern einen hervorragenden Lebensraum. Diese werden wiederum zur Nahrungsquelle für Vögel oder Igel. Ein Komposthaufen ist im Übrigen alles andere als aufwendig. Die Essensreste, Gartenabfälle und Ähnliches werden einfach gestapelt, und im Laufe der Zeit wird daraus frische Erde. Das Einzige, was der Haufen braucht ist Luft. Denn nur mit genug Luft und können die durchmischten Schichten gut verkompostieren. Städter ohne Garten können mit sogenannten Bokashi-Eimern übrigens auch direkt in der Küche kompostieren. Mikroorganismen helfen dabei, den organischen Müll ganz schnell zu zersetzen und ihn zu Humus zu verarbeiten.


Natur auf dem Friedhof

Nicht viele wissen, dass gerade Friedhöfe wichtige Ökosysteme darstellen. Vorteil hier, die Grünflächen bieten viel Raum und die Besucher halten sich meist in Grenzen. Ein perfekter Ort für Tiere zum Brüten oder Überwintern. Aber auch seltene Gewächse finden hier einen Lebensraum. Damit auch bereits geschützte Pflanzenarten eine Chance bekommen, kann jeder etwas tun: Achte bei der Grabpflege darauf, wilde Pflanzen und Moose wachsen zu lassen und halte den den Blick offen für Vogelnester. So kannst vielen Vögeln aber auch Pflanzen helfen.





Permakultur

Trotz allen Engagements für Insekten gibt es unter ihnen auch einige, die man lieber nicht auf seinen Pflanzen haben will. Blattläuse können beispielsweise sehr lästig werden. Um sie fernzuhalten muss man aber keineswegs zu Insektiziden greifen. Eine wieder entdeckte Alternative heißt Permakultur: Einfach Basilikum neben die Tomate pflanzen und die Läuse werden durch den intensiven Geruch ferngehalten. Aber Permakultur hat noch so viel mehr zu bieten. Einen ersten Einstieg findest du hier.


Insektenhotel

Rund die Hälfte der heimischen Wildbienenarten sind vom Aussterben bedroht. Einer der Gründe ist der Rückgang an natürlichen Lebensräumen. Denn Wildbienen leben hauptsächlich in Erdböden und Hohlräumen. Diese geschützten Umgebungen gibt es allerdings immer weniger. Du kannst ihnen jedoch einen kleinen Ersatz bieten, indem du im Garten oder auf deinem Balkon ein Insektenhotel eröffnest. Für den Bau gibt es kostenlose Anleitungen auf der Website vom Nabu. Außerdem kannst du Vogelhäuser zimmern oder fertig kaufen und in deinem Garten platzieren.


Protestieren

Demonstrationen für den Naturschutz sind nötiger denn je. Warum nicht einfach mal gegen die Zustände in der Massentierhaltung auf die Straße gehen? Alternativ kann man auch bei Aktionen wie „Plastic Attacks“ mitmachen, bei denen sich Konsumenten verabreden, sämtliche Plastikverpackungen in den Supermärkten zu lassen. Ein Beispiel dazu findest du hier. Durch die entstehenden Müllberge sollen die Lebensmittelgeschäfte zu einem reflektierten Umgang mit Verpackungen bewegt werden. Aber auch digital kannst du eEinfluss nehmen. Entweder du unterzeichnest wichtige Petitionen zum Thema Naturschutz oder aber du teilst oder postest informationen zum Thema Naturschutz auf den verschiedenen Socal-Media-Kanälen. All das vergrößert das Bewusstsein für unseren Planeten.


Müll sammeln

Nicht nur unsere Wälder, sondern auch die Städte können können wir so sauber halten.

Zu den größten Herausforderungen für den Naturschutz zählt der Plastikmüll, der Land und Meere verschmutzt. Eine Antwort ist der „World-Cleanup-Day“ in diesem Jahr findet er am 18. September 2021 statt. An diesem Tag wird gemeinsam und zwar rund um den Globus Müll gesammelt. Zusätzlich unterstützen Apps den Kampf gegen den Müll. Mit „World-Cleanup“ und „Litterati“ kannst du über Aktionskarten illegale Müllhalden markieren. Das Ziel ist, dass die lokalen Behörden den Müll entfernen. Alternativ bieten die Apps aber auch die Möglichkeit, Gruppen zum Aufsammeln zu organisieren.


Nicht zuletzt können wir unsere Ausflüge auf bereits kultivierte Wege verlagern. Wir können Obst und Gemüse selbst anbauen oder auf dem Wochenmarkt kaufen. Wenn es zwingend der Supermarkt sein soll, können wir meist auch Lebensmittel kaufen, die unverpackt sind. Sogar Waschmittel lässt sich mittlerweile in einigen Märkten unverpackt kaufen.


Wir sind dabei dir Kurve zu kratzen. Stopp den Müllfluten und Hilfe für unsere Natur!