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Mumbai - bunt und scharf

Mumbai, oder eigentlich ganz Indien ist bunt und scharf und lecker. Aber nicht nur würzig, auch süß, können die Inder. Bunte Sari´s wechseln sich ab mit buntem Gemüse und knalligen Blüten.

Unter der Smogglocke wirbelt ein heilloses Durcheinander an Farben, Mustern, Licht und Schatten. Guido Maria Kretschmar würde sagen: "Also das ist Textilterrorismus." Stimmt, manchmal ist 'krass' kein Ausdruck und es fällt mir schwer die Kinnlade zu schließen. Tanker und Laster sind in den wildesten Farben mit wichtigem und unwichtigem bepinselt und Autos werden mit Göttern ausgestattet. Sitze, oder besser der komplette Innenraum von Taxis, werden mit abwaschbaren Bezügen tapeziert. Bunt, schrill, Mumbai.

Chuchgate ist der unterste Zipfel von Mumbai. Hier sind unter anderem auch das 5-Sterne Luxushotel Taj Hotel Palace zu finden, indem es, im Übrigen, den besten Kaffee gibt. Direkt daneben steht das Gateway of India. Dies ist ein riesiger Triumphbogen durch den die Engländer Indien verlassen haben. Außerdem liegt hier der beliebte Chhatrapati Shivaji Terminus, der zuvor, in der britischen Kolonialzeit, als Victoria Terminus, oder kurz VT benannt war. Eigentlich sagt auch heute noch jeder VT, denn die Inder interessieren sich nicht wirklich für Gesetze oder Veränderungen.

Die Inder sind sowieso ein Kapitel für sich. Sie spucken, wo sie gehen und stehen. Sie laufen immer auf der Straße, egal wie groß der Bürgersteig ist. Jeden Tag essen sie Reis oder Chapati. Eigentlich ist es nur sauber, wo sie schlafen. Sie können ziemlich finster drein gucken, aber sie lächeln herzallerliebst, wenn ich nur bloß zuerst lächele. Sie sind meist hilfsbereit, vor allem in meinem Kampf gegen die Straßenhunde, welche sich manchmal wirklich zu wilden Bestien entpuppen. In manchen Gegenden Mumbais ist es keine Überlegung wert ohne Stock spazieren zu gehen.