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Kerala​

Kerala ist ein Bundesstaat an der Malabarküste im Südwesten Indiens mit einer Fläche von 38.863 km² und rund 34 Millionen Einwohnern. Die Hauptstadt ist Thiruvananthapuram, das ehemalige Trivandrum. Ich weiß auch nicht warum es immer komplizierter werden muss, als es zu vor war??


Im Norden grenzt Kerala an den Bundesstaat Karnataka, im Osten wird es durch die Westghats von Tamil Nadu abgeschirmt und im Westen durch das Arabische Meer begrenzt. Kerala nimmt fast die gesamte Malabarküste ein. Insgesamt beträgt die Küstenlänge rund 590 Kilometer.

Der Bundesstaat Kerala wurde 1956 nach den Sprachgrenzen des Malayalam geschaffen. Der Name Kerala bedeutet wörtlich „Land der Kokospalmen“. Abgeleitet ist er von den Malayalam-Wörtern kera für Kokospalme, die tatsächlich überall in der Region in großer Zahl zu finden sind, und alam für Land.

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Landschaft

Im Osten Keralas erhebt sich ein dicht bewaldetes Land auf rund 1500 Meter. Die höchste Erhebung des Bundesstaates und der gesamten sogenannten Westghats ist der 2695 Meter hohe Berg Anamudi. Nach Westen fällt das Gebirge über eine Hügellandschaft zur fruchtbaren Küstenebene am Arabischen Meer ab. Zwischen den Städten Kochi und Kollam, erstrecken sich die Wasserstraßen, Seen und Lagunen der Backwaters. Deren größtes Gewässer ist der Vembanadsee südlich von Kochi. Fast alle Flüsse entspringen in den Westghats. Der längste Strom Keralas ist der Periyar.

Klima

Das Klima ist tropisch mit geringen Temperaturschwankungen im Jahresverlauf und wird stark vom Monsun beeinflusst. Der Südwestmonsun setzt in Kerala im Regelfall Anfang Juni ein und bringt bis Oktober ergiebige Niederschläge. Von Oktober bis Mai ist es zwar trocken, die Luftfeuchtigkeit ist aber dennoch ganzjährig hoch.

Religion

Die religiöse Vielfalt Indiens sucht heute seinesgleichen. Dabei leben die Inder mit ihren vielen Religionen, Christen, Moslems und Juden in Eintracht nebeneinander. Es stehen unter anderem Kirchen und hinduistische Tempel auf einem Grundstück.

Hindus stellen mit 55 Prozent der Bevölkerung zwar die Bevölkerungsmehrheit dar, ihr Anteil ist aber deutlich niedriger als im landesweiten Durchschnitt, wo er etwa 80 Prozent beträgt. Der Anteil von Muslimen (27 Prozent) und Christen (18 Prozent) liegt deutlich über dem gesamtindischen Durchschnitt (14 Prozent bzw. 2 Prozent). Die verschiedenen Glaubensrichtungen sind bereits seit vielen Jahrhunderten in Kerala vertreten und existieren weitgehend friedlich nebeneinander.

Wirtschaft

Rückgrat der Wirtschaft sind nach wie vor die Landwirtschaft und der Fischfang. Etwa 86 % der Fläche Keralas wird landwirtschaftlich genutzt. Hauptanbauprodukte sind Reis, Kokosnüsse, Kautschuk, Betelnüsse, Cashewnüsse, Tee, Kaffee, Kakao und diverse Gewürze, vor allem Pfeffer. Die meisten dieser Erzeugnisse werden exportiert oder industriell verarbeitet.

Die Fischerei ist ebenfalls stark auf den Export ausgerichtet. Wichtige Fischfangerzeugnisse sind Sardinen, Garnelen, Hummer, Tintenfisch und Thunfisch.

Der Bergbau spielt nur eine untergeordnete Rolle, da Kerala kaum über nennenswerte Bodenschätze verfügt.

Hohe wirtschaftliche Wachstumsraten erzielt auch der Dienstleistungssektor, in dem knapp drei Viertel des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet werden. Vor allem der Tourismus gewinnt an Bedeutung und macht mittlerweile mehr als sechs Prozent des BIP aus.

Tourismus

Kerala hat sich zu einem durchaus bedeutenden Urlaubsziel sowohl für ausländische als auch für einheimische Urlauber entwickelt. 2003 wurde das Land von 5,9 Millionen indischen und 295.000 ausländischen Gästen besucht.

Ein Grund für die Attraktivität Keralas als touristisches Ziel liegt in der landschaftlichen Schönheit. Besonders die Lagunen, Seen und Kanäle der Backwaters erfreuen sich großer Beliebtheit. Der Periyar-Nationalpark in den Westghats zählt zu den meistbesuchten Naturschutzgebieten Indiens. Auch der Eravikulam-Nationalpark oder die landschaftlich schön gelegenen Bergorte Munnar und Ponmudi lohnen einen Besuch. Ausländische Touristen werden zudem von den zahlreichen herrlichen Stränden, wie z. B. Kovalam, Varkala oder Mararikulam angelockt.

Ein weiterer Grund ist die faszinierende Mischung verschiedener Kulturen. Besonders in der alten Hafenstadt Kochi bekommt man dies zu spüren. Aber auch andere Städte wie Thiruvananthapuram, Thrissur, Alappuzha und Kollam haben interessante Sehenswürdigkeiten zu bieten. Der Palast von Padmanabhapuram nahe Thiruvananthapuram gilt als einer der Höhepunkte keralitischer Architektur.

Von kulturellem Interesse ist Kathakali, eine in Kerala beheimatete und dort sehr populäre Form des Tanzdramas.

Der offizielle Tourismus-Slogan Keralas lautet „God’s Own Country“ (Gottes eigenes Land) und wurde den Amerikanern abgeschaut, die ihr Land schon lange gerne so nennen.