Du entscheidest

was zu dir passt und Platz in deinem Leben bekommt.

Sandy Beach
Wohngebäude

Ayurveda - ein ganzheitlicher Ansatz

Der Ayurveda ist wesentlich mehr als Wellness-Massage und Entschlackung. Er kommt nicht erst zum tragen, wenn bereits körperliche Störungen eingetreten sind, er unterstützt, fördert und balanciert die gesundheitlichen Ressourcen in uns aus.


Das Zentrum für die ayurvedische Gesundheit ist die bewusste Wahrnehmung, die Sensibilität für die vielfältigen Einflüsse, die das Gleichgewicht der Lebenskräfte fördern oder stören.

Durch immer neue Kombinationen von Einflüssen lassen sich keine allgemeinen Regeln aufstellen. Die Basis einer bewussten Wahrnehmung ist deshalb die Entwicklung von Selbsterkenntnis und Offenheit für äußere und innere Prozesse.


Was auch immer wir aktiv tun oder zu uns nehmen, wir sollten das richtige Maß einhalten. Dieses Maß wird von ayurvedischen Ärzten jedoch nicht für alle gleich festgelegt, sondern individuell, für die aktuelle persönliche Situation definiert. Beim Essen ist es zum Beispiel die richtige Menge, die man zu sich nehmen kann, ohne sich schwer zu fühlen. Diese kann sich bei einer einzelnen Person in kurzer Zeit verändern, z.B. kann bedingt durch akuten Stress und Anspannung oder durch emotionale Belastungen die Verdauungsfähigkeit stark reduziert werden. Das System blockiert und kommt wortwörtlich zum stillstand.


Gar nicht erst krank zu werden ist die Devise des Ayurveda. Der Sanskritbegriff für Gesundheit lautet svasthya, wörtlich übersetzt bedeutet dies „Ruhen im Selbst“. Gesundheit ist, mit sich selbst im Einklang zu sein. Dazu zählen die Kenntnis über die eigene Konstitution mit ihren Stärken und Schwächen und deren Akzeptanz. Wichtige Bedingungen der ayurvedischen Gesundheitsbildung sind:


  1. Der Lebensrhythmus Der Mensch lebt nicht isoliert, sondern ist in die Rhythmen der Natur, wie den Wechsel von Tag und Nacht oder der Jahreszeiten, eingebettet. Heute weiß man, dass viele Organfunktionen circadian, also tagesrhythmisch gesteuert werden. Dies sollte unbedingt in der Lebensführung berücksichtigt werden. Dies bedeutet, dass du schläfst, wenn es dunkel wird und dass du mit dem Sonnenaufgang aufstehst. Nicht umsonst, gibt es mittlerweile Wecker, die den Tagesanbruch vortäuschen. Es ist gesund, auch wenn du früher aus dem Bett musst und es eigentlich noch dunkel ist, den Tag mit einem langsamen Wachwerden zu beginnen. So stellt sich dein Körper in einer etwa halbstündigen Aufwachphase auf das folgende tatsächliche Aufstehen ein.

  2. Sich und seinen Körper annehmen Dazu empfiehlt der Ayurveda die tägliche Selbstmassage, die den Körper erfrischt und belebt und zu einer positiven Einstellung zu sich selbst führt. Probiere es aus und spüre nach, wie sich das Öl mit deinen Händen auf deiner Haut anfühlt.

  3. Die Körperfunktionen akzeptieren und zulassen Natürliche Körperfunktionen sollten niemals unterdrückt werden, dazu zählen insbesondere die Ausscheidung (Faeces, Urin, Samen, Erbrechen), Hilf dir selbst, indem du nichts unterdrückst. Gähne, stoße auf, esse und trinke, wenn du hungrig oder durstig bist, weine, schlafe, und atme tief und intensiv. Lass der Natur ihren Lauf und gebe dich hin, statt zu unterdrücken.

  4. Entwicklung eines positiven Lebensgefühls und das Leben in Balance Der Ayurveda hält dazu eine Vielzahl von Maßnahmen bereit, die du anwenden kannst, um dich in Balance zu bringen. Dazu gehören die Benutzung von Collyrium für die Augen, das Einatmen von duftendem Räucherwerk, die Reinigung des Körpers, dazu zählen auch die Zungenreinigung, das Gurgeln mit Öl, die Massage der Kopfhaut und der Ohren mit Öl, die Ölmassage des ganzen Körpers (inklusive der Füße), Baden, das Tragen von sauberer Kleidung, das Tragen von Edelsteinen und Schmuck, die Pflege der Haare, des Bartes und der Nägel, die Nutzung von passendem Schuhwerk und Sonnenschutz.

  5. Die typgerechte Ernährung Eine gesunde Ernährung bedeutet sich typgerecht zu ernähren. Dabei zählen vor allem Vielfältigkeit und Frische. Die individuellen Neigungen helfen uns, auch ohne Anstauung diese gesunde Ernährung instinktiv im Alltag umzusetzen. In alten Texten heißt es oft: „Die Zunge ist der beste Ayurveda-Arzt“. Achte für dich selbst darauf, eine gesunde Esskultur zu entwickeln, bei der du in einer angenehmen Atmosphäre bewusst schmeckst und genießt.

  6. Körperliche Aktivität Auch hier bringt dich DEIN rechtes Maß zu mehr Ausdauer und Kraft. Die Auswirkungen eines regelmäßigen Trainings sind unter anderem auch Resilienz, Ausdauer und Beharrlichkeit, innere Balance und Steigerung des Verdauungsfeuers. Halte dich jedoch an dein ganz persönliches Maß, denn ein Zuviel kann ebenso schädlich sein, was sich in Symptomen wie Erschöpfung, Müdigkeit, Kreislaufproblemen oder Fieber zeigen kann.

  7. Entspanne dich Der Alltag lässt uns oft verkrampfen und anspannen, auch dies können Vorboten für Erkrankungen sein. Neben der zuvor genannten Selbstmassage kannst du auch Atemübungen und Körperübungen wie Yoga, Qigong oder Tai Chi durchführen.

  8. Detoxprogramme Viele gesundheitliche Störungen entstehen aus Sicht des Ayurveda durch Ablagerungen von Stoffwechselprodukten, die nicht vollständig verarbeitet oder nicht ausgeschieden worden sind. Gönne dir hin und wieder eine Detox-Kur, bei der du deinen Körper regenerieren und reinigen kannst. Die so genannte „Panchakarma Behandlung“ beinhaltet Massagen, Wärmeanwendungen, Einnahme von Kräuterextrakten, Diät u.a. Maßnahmen und wird sowohl präventiv als auch kurativ eingesetzt. Einen Teil dieser Kur kannst du auch ganz entspannt selbst Zuhause durchführen.

  9. Vitalisierung Der Ayurveda kennt spezielle Rezepturen und pharmazeutische Zubereitungen, die primär nicht zur Therapie, sondern zur Stärkung und Jungerhaltung eingesetzt werden. Lass dich hierzu gerne vorab von jemandem beraten, der sich mit ayurvedischen Rezepturen auskennt.

  10. Kraftquelle Meditation Das Menschenbild des Ayurveda geht davon aus, dass du Selbst die Quelle all deiner Lebensenergie bist. Meditative Prozesse öffnen den Zugang zur inneren Kraftquelle, fördern die bewusste Wahrnehmung, entwickeln Entspannung, Gelassenheit und innere Stabilität und führen auch physiologisch zur Aktivierung von Regenerationsmechanismen. Deshalb darf Meditation ein selbstverständlicher Bestandteil deines täglichen Lebens werden. Der lebendige innere Bezug zu dir selbst wird als Katalysator für viele andere gesundheitsfördernde Verhaltensweisen werden und deine Motivation fördern.