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Auswandern Teil I - Vorbereitungen

Mein Weg nach Indien - die ersten Entscheidungen

Zuerst wird's kalt und dann kommt der Schnee. So ist das nunmal. Deshalb ist es sinnvoll, der Reihe nach vorzugehen. Bevor irgendetwas neues in meinem Leben geschah, habe ich ein Seminar besucht, das mich motiviert hat tatsächlich das zu tun, was ich möchte. Ich habe aufgehört hinter Träumen anderer herzulaufen und begonnen mein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Long Story short: Ich habe mich entschieden (nochmal) neu anzufangen.

"Fake it until you make it"

... oder, wie ich mein Leben manifestiere.

Zusammen mit meinem Partner habe ich überlegt, was wir machen wollen, wo wir hingehen wollen, wann und wie wir vorgehen wollen und welche Schritte notwendig sind, um sich von einem Leben in Deutschland vollkommen zu lösen. Eine Menge Dinge sind zu erledigen. Visum anfordern (Es gibt kein Visa on Arrival in Indien), Job, Wohnung, Strom Versicherungen, Mobilfunkvertrag und DSL kündigen. Diese Liste wurde länger und länger während ich sie bearbeitete und während ich versuchte die einzelnen Punkte abzuarbeiten. Wichtig ist, dass du dir ein Ziel setzt, wann du auswandern möchtest, damit du alles termingerecht und passgenau planen kannst. Los geht es mit dem: Visum.​

Das Visum

Das Visum kannst du für Indien frühestens einen Monat vor Abreise erhalten. Dadurch kannst du auch erst recht spät einen Flug buchen. Taktik oder Strategie der Fluggesellschaften, man weiß es nicht. Alles Dinge, die mich persönlich unter Strom gesetzt haben, die aber machbar sind. Für das Visum musst du zuerst einen Online-Antrag auf der Seite des indischen Konsulats ausfüllen. Klick dazu unten links auf Regular/ Paper Visa Application. Hilfe zum Ausfüllen bekommst du hier. Trage auf jeden Fall ein Jahr ein, wenn du einen längeren Aufenthalt planst. Wenn du sechs Monate einstellst, sendet dir das Konsulat den Antrag zurück, da es dieses Visum nicht mehr gibt. Wähle also in jedem Fall das Visum für ein Jahr. Den ausgefüllten Online-Antrag druckst du am besten 2-fach aus. Du benötigst Passbilder in einem für uns ungewöhnlichen Format. Schreibe deinen Namen auf die Rückseite der beiden benötigten Passbilder. Die Schusseligkeit der Ämter kennen wir ja im allgemeinen. So können sie deinem Antrag später wenigstens wieder zugeordnet werden.

Eines der Passbilder klebst du mit Klebe (nicht tackern oder so etwas!) auf den Antrag und unterschreibst im darunterlegenden Feld. Das zweite Passbild heftest du mit einer Büroklammer an den Antrag. Dann überweist den Betrag, der dir auf der Seite des Konsulats (Visagebühr, Konsulatszuschlag, Servicegebühr und andere zutreffende Gebühren wie DHL für die Rücksendung deines Reisepasses 19€) angezeigt wird. Bestenfalls überweist du online und druckst direkt einen Beleg darüber aus. Diesen fügst du deinem Antrag bei. Wenn du nicht um die Ecke des Konsulats wohnst, sendest du jetzt deinen gültigen Reisepass (im Original!) an dein zuständiges Konsulat (Berlin, München oder Frankfurt). Sende dem Konsulat keinen frankierten Rückumschlag oder dergleichen. Der Reisepass wird dir ausschließlich mit DHL zurück gesendet. Falls du deinen Pass nicht persönlich entgegen nehmen kannst, solltest du eine Auftragserteilung beilegen, andernfalls wird der DHL Bote deinen Pass evtl. wieder mitnehmen.



Kündigen

Kündigen kannst du meiner Meinung nach alles. Vielleicht beginnst du mit den wichtigsten Dingen gleichzeitig. Dein Job und deine Wohnung. Bei beiden hast in etwa eine dreimonatige Kündigungsfrist. Daran anschließen kannst du direkt deinen DSL-Vertrag und deinen Mobilfunkvertrag. Auch mit einem Sonderkündigungsrecht aufgrund der Auswanderung, musste ich diese drei Monate im Voraus kündigen. Auch deinem Stromanbieter und deinen Versicherungen darfst du früh genug Bescheid geben, damit alles ordnungsgemäß abgeschlossen ist. Ich bin kein Mensch der halben Sachen und habe keinen Wohnsitz mehr in Deutschland. Den Austrag aus dem Register musst du bei deinem Rathaus anmelden. Die Bestätigung, welche du dort bekommst, benötigst du auch, wenn du die GEZ abmelden möchtest. Du erhältst diese Bestätigung erst kurz vor der Ausreise. Da kannst du unter Umständen etwas mit den Daten tricksen. So bierernst ist das alles nicht. Während du deine Wohnung gekündigt hast ist dir sicher aufgefallen, dass noch ziemlich viel drin steht. Das ist der nächste Punkt: Entrümpeln.

Entrümpeln​

Was brauch ich, was belastet mich eigentlich nur. Jetzt wird aufgeräumt. Mir hat dabei das Buch Magic Cleaning von Marie Kondo sehr geholfen. Vielleicht kannst du ein paar wichtige Dinge bei Freunden oder Verwandten parken, oder du lagerst deine Möbel ein, wenn du sie nicht verkaufen möchtest. Zum Verkaufen kann ich dir empfehlen, auch damit früh anzufangen. Ebay, Ebay-Kleinanzeigen, Flohmärkte oder eine Wohnungsauflösung sind Möglichkeiten alles rauszuhauen, was du nicht mehr brauchst.